Radtour nach Bonavigo - Juni 2007


Bericht von Stephan Bohland über die Radtour von Karlheinz Rheinfurth und Ralf Wohn
Freitag, 15.06. – Mittwoch, 20.06.07

Liebe Bonavigofreunde,
 
die nächsten Tage werdet ihr öfters bzw. fast täglich von mir hören bzw. lesen. Ich bekomme jeden Abend von der Crew (Karl-Heinz Zacher und Konrad Plüschke) einen kurzen Tagesverlauf geschildert, den ich dann direkt an Euch weitergebe.
Den 1.Tag hat unser Giro-Team hinter sich und wir können alle sehr stolz auf die Beiden sein. Eigentlich wollten sie ca. 180 km fahren, nunmehr haben sie bereits gut 200 km hinter sich, trotz starken Regenfällen.
 Momentan liegt unser Team in einem Hotel bei Enzklösterle und träumt und schläft hoffentlich sehr gut. Enzklösterle liegt zwischen Bad Wildbad und Freudenstadt im Schwarzwald.
 
Doch nun noch kurz zu dem Tagesverlauf:
Von ca. 40 begeisterten Ober-Hilbersheimer/innen wurde unser Team heute Morgen um ca. 7.45 Uhr verabschiedet. Unter starkem Applaus der Anwesenden setzen sich Karl-Heinz und Ralf in Bewegung. Leider begann es nach ca. einer 1/2 Stunde bereits zu regnen. Um ca. 11.30 Uhr waren die beiden in Speyer und machten dort die 1.Pause. Zum Glück wurde das Wetter zumindest vorübergehend etwas besser. Die 2.Pause fand in Gernsbach statt. Bis dorthin musste unser Team bereits eine Höhe von 950 m ersteigen bzw. "erradeln" und dies bei strömenden Regen. Auf der Höhe herrschte ein dickes Wolkenfeld und Nebel. Nicht gerade ein rosiger Anafng für unsere Radler.
Trotz allem haben sich beide davon nicht abbringen lassen noch einige KM zu strampeln. Und die Stimmung wäre am Abend sehr gut gewesen.
Morgen geht's dann durch die Tälerstraße über Nahgold nach Biberach an der Riß, wo das Team von einem Bekannten von Karl-Heinz zum Grillen eingeladen sind. Streckenlänge ca. 150 km, also etwas weniger wie heute.
So wünschen wir unserem Team noch eine gute Nacht, besseres Wetter für Morgen und eine gute Fahrt.

Euch liebe Bonavigofreunde/innen wünsche ich jetzt auch eine gute Nacht, morgen hört Ihr wieder von mir.
 
Tanti saulti e a domani
Viele liebe Grüße
Stephan
 


Möchte meine heutige Mail zunächst mit einem ganz herzlichen Gruß des Teams an alle Daheim gebliebenen beginnen.
Die Stimmung war unüberhörbar gut, als ich angerufen hatte. Es war ca. 19.00 h und das Team lies sich gerade ein Weizenbier schmecken, wie's halt im Süden so ist!
Aber die beiden Teamleiter passen schon gut auf die jungen Radler auf und so meinte auch Karl-Heinz Zacher, dass Karl-Heinz und Ralf ziemlich abstinent wären. Ich glaube eher, die beiden "älteren Herrschaften" haben die beiden jungen gut im Griff. Aber Ordnung muss ja wohl sein !!!
So, jetzt mal Spaß beiseite, hier der heutige Tagesbericht:
Unsere Radler starteten um 8.15 Uhr. Alle hätten gut geschlafen und muskelmäßig ginge es auch gut bei den Radlern. Sie sind heute ca. 175 km gefahren. Durch den Schwarzwald, die Schwäbische Alp über Reutlingen, Lichtenstein, Engstingen, Riedlingen nach Biberach an der Riß.
1.450 Höhenmeter mussten beide bereits überwinden, eine gute Generalprobe für die Alpüberquerung !!!!
Zum Glück hatten unsere Radler heute kein Regen abbekommen. Es gab zwar den einen oder anderen Schauer unterwegs, aber unsere Radler sind mittlerweile so schnell, dass selbst der Regen sie nicht mehr einbekommt. Dafür kamen Karl-Heinz Zacher und Konrad in ein paar Schauer, wohl ein Zeichen, dass diese beiden nicht mehr die Schnellsten sind. Aber sie saßen ja auch im trockenen und so war es auch für sie kein Problem.
Heute Abend war unser Team bei Fam. Woog (ehemalige Handballer von Ober-Hilbersheim) eingeladen. Ist eben gut, wenn man überall seine Leute hat. Morgen geht's durch den Allgäu nach Pfronten, dem letzten Halt in Deutschland. Dann wird's hart für unsere Jungs, denn die Alpen sind etwas höher als der hiesige Aufstieg von Appenheim nach Ober-Hilbersheim. Aber auch dies werden unsere Jungs packen, denn wir alle glauben an unser Team.
 
In diesem Sinne Euch allen eine gute Nacht und bis Morgen


Liebe Bonavigo-Freunde/innen,
 
arrivederci Germania
 
Unser Team hat nun bereits Pfronten erreicht und steht damit kurz vor dem Grenzübertritt nach Österreich. Habe heute so gegen 19.00 Uhr angerufen und eine fröhliche Truppe beim "Hannes" im Biergarten angetroffen. Unser Team schläft heute im Gasthof "Beim Hannes" in Pfronten-Steinach. Vom Biergarten aus hätten sie einen wunderschönen Panoramablick auf die Berge Breitenberg, Falkenstein und Ackenstein. Die beiden Karl-Heiniz's waren schon auf all diesen Bergen, allerdings nicht zusammen, bisher getrennt. Vielleicht wär dies ja auch mal ein gemeinsames Ziel...
Sie hatten sich gerade Schupfnudeln mit Kraut, Rostbraten mit Spätzle und Schweinsbraten mit Semmelknödel und Blaukraut sckmecken lassen. Dazu natürlich ein gutes Weizen, wobei ich mit meinen eigenen Ohren gehört habe, wie Ralf im Hintergrund ein alkoholfreies isotonisches Weizenbier bestellt hat. Ich glaube, unsere Radler sind wirklich abstinent oder müssen es wegen der anwesenden Aufsicht sein (big brother is watching you..!).
Ansonsten war die Stimmung wieder einmal prima, ständig hat irgend jemand dazwischen gerufen, von Ermüdungserscheinungen hatte ich nichts gespürt.
Die Gruppe hatte sich noch mit einem Bekannten aus Neuwied von K.H. Rheinfurth getroffen, der dort gerade dort Urlaub macht. Der Bekannte wäre übrigens schon 13 mal auf dem Ober-Hilbersheimer Weihnachtsmarkt gewesen.
 
So, nun komm ich auch noch zum Tagesverlauf, was Euch sicherlich interessiert:
Um 8.30 h sind die Radler heute weggefahren. Von Biberach ging es über Bad Wurzach, Leutkirch, Kempten, Nesselwang nach Pfronten-Steinach. Gesamtkilometer heute: 137 km. Allerdings hatten sie heute ideale Bedingungen, Sonne und Rückenwind !!! Also das Rad lief von alleine, sie mußten nur lenken !!!! Von daher können wir heute ca. 50 km bei der Wegstreckenberechnung abziehen, es werden heute nur 87 KM gut geschrieben. Alles können wir ja auch nicht durchgehen lassen !!!!
Um 14.00 Uhr waren sie bereits in Pfronten. Da sich Ralf nicht ausgelastet fühlte, ist er noch mal schwimmen gegangen und hat nochmals ca. 700 m runtergeschwommen. Irgendwie sind die beiden Jungs nicht müde zu kriegen.
Allerdings wird sich dies Morgen sicherlich ändern, denn morgen geht es in die Alpen. Über Reute, den Fernpass, durch's Inntal und durch das Ötztal geht es morgen Richtung Südtirol. Geplante Wegstrecke ca. 120 KM. Da muss der Rückenwind schon ziemlich stark sein, wenn das Radl eine Steigung von 12- 14 % hochgeblasen werden soll. Von daher ist davon auszugehen, dass morgen mal wieder selber strampeln angesagt ist.
Die anderen waren übrigens heute Nachmittag noch auf einem Feuerwehrfest mit Livemusik (gute Jugendbigband). Getanzt hätte allerdings niemand...Weiß nur nicht, ob es daran lag, dass alle müde waren oder ob niemand mit ihnen tanzen wollte...aber das können wir ja noch fragen.
So wünschen wir unserem Team morgen einen guten Aufstieg, jetzt eine gute erholsame Nacht und nette Träume.
Euch wünsche ich auch eine gute Nacht, bis morgen und
 
liebe Grüße
Stephan


Liebe Bonavigo-Freunde/innen,
 
melde mich heute etwas später, da wir mit dem Vorstand noch Treffen der Partnerschaftsvereinsvorstände auf VG-Ebene hatten.
Zuvor hatte ich noch mit unserem Team telefoniert und wirklich unglaubliches vernommen.
Wisst Ihr was eine Super-Leistung ist? Wenn man über den Fernpass mit einer langen Steigung von 25 km und ca. 12 -14 % mit dem Fahrrad die Alpen nach Italien überquert.
Und wisst Ihr was Masochismus ist ? Wenn einem dies nicht hart genug ist und man sich eine Route über die Alpen aussucht, bei der es mehrmals rauf und runter geht. Ich dachte eigentlich unsere beiden Radler fahren heute über den Fernpass durch Österreich zur Grenze nach bella Italia. So war's eigentlich auch ausgemacht. Diese Route hätte dann  e i n e  Steigung von ca. 25 km beinhaltet und dann wär man auf der Höhe gewesen. Aber da die beiden ja erst 3 Tage geradelt sind, bisher auch nur 500 km hinter sich gebracht haben und deswegen sich noch absolut unterfordert fühlten, haben sie sich dann eine wesentlich schwerere Route gewählt. Naja, man gönnt sich ja sonst nichts im Leben! und so sei es auch unseren beiden Turbo-Radlern gegönnt!
So sind sie heute von Pfronten ins Tannheimer Tal und auf eine Höhe von 1.300 m gestrampelt. Jeder von uns wäre jetzt froh gewesen, oben zu sein. Naja, die beiden nicht! Sie sind dann wieder runter geradelt ins Lechtal, auf eine Höhe von 800 m. Dann das Lechtal ein Stück aufwärts, sodann hoch auf's Hahnentelljoch mit 1.900 m !!!. Der Aufstieg von 800 m auf 1.900 m war auch relativ steil. Gott sei dank! denn irgendwie müssen die Beiden doch mal klein zu kriegen sein...
Vom Hahnentelljoch gings dann ins Inntal, also wieder runter nach Innst. Von dort aus weiter ca. 60 km ins Ötztal bis nach Zwieselstein auf einer Höhe von 1.400m.
Gestartet waren unsere Jungs um 8.30 h und waren um 16 h in Zwieselstein. Eine Pause wurde am Hahnentelljoch eingelegt.
Und unsere beiden Teambegleiter waren heute auch nicht ganz so faul. Ihr sollt wirklich nicht denken, dass die beiden nur im Auto sitzen. Nein !!! Heute hatten die beiden, oder nennen wir sie einfach "die guten Feen" (denn was wären unsere Radler ohne sie) eine Bergwanderung auf das Hahnentelljoch gemacht. Dort trafen sie dann auch die Radler zu einer Pause.
Ich glaube diese Stelle ist auch mal eine gute Gelegenheit um den beiden Begleitern ganz herzlich für ihre Unterstützung zu danken. Für alle die es bisher noch nicht wussten. Konrad und K.H. Zacher kümmern sich während der Fahrt um alles, d.h. Hotel suchen, alles regeln, Essen und Trinken besorgen, nötige Ersatzteile besorgen, Karl-Heinz und Ralf trösten, wenn sie Heimweh haben und und und........ Also die wirklich guten Feen im Hintergrund, ohne die es diese Fahrt niemals gegeben hätte. Von daher nochmals ein ganz dickes Dankeschön!
Nach der Ankunft sind unsere Jungs erst mal duschen gegangen oder wurden von den Betreuern duschen geschickt, denn ihr Körperdüfte dürften nach der Fahrt nicht mehr die geringste Ähnlichkeit mit einem guten Düftchen von BOSS, Dolce & Gabbana etc. gehabt haben...
Danach gingen alle erst mal - wie es sich in Austria gehört - Kaiserschmarren mit Preiselbeeren essen.
Als ich um 19.30 h angerufen hatte, war unser Team gerade auf dem Weg zum Abendessen. Dieses wurde beim "Brückenwirt" in Zwieselstein eingenommen. Übernachtet wird im "Haus Ötztal".
Das morgige Ziel ist Kaltern oder Tramin an der Südtiroler Weinstraße. Eine Wegstrecke von ca. 130 KM. Zunächst müssen unsere Jungs aber über das Timmelsjoch mit einer Höhe von 2.500 Metern!
Insgesamt sind unsere Superradler heute 2.400 Höhenmeter geradelt, alle Achtung!
Und heute mussten auch die Bremsbeläge gewechselt werden, weil diese zwischenzeitlich runtergefahren waren. Die letzten Kilometer musste Ralf mit dem Daumen bremsen.........hätte jetzt ganz schön Hornhaut an den Fingern......aber die kann ja Bianca nächste Woche abrubbeln!
Als Fazit der Gruppe wurde mir abschließend mitgeteilt: "Es war heute ein wunderschöner Tag, landschaftsmäßig war alles drin, Tannheimer Tal, Lechtal, Inntal, die Strecke war traumhaft !!!!" Und noch ein Fazit: " Die Erzählungen bzw. Mitteilungen an Euch alle, spiegeln nur ein Teil des Feelings, was wir hier als Team erleben !!!"
Zitat von Karl-Heinz Zacher, was eigentlich alles ausdrückt. Ich bin mir sicher, die 4 haben einen Riesenspaß und erleben gerade einer ihrer Höhepunkte im Leben!
Aber so schön kann eben eine "Gemmelaggio" sein.
Mit diesem Wort möchte ich heute schließen. Freuen wir uns auf die nächsten Berichte und weitere wunderschöne Momente mit unserer wunderschönen Gemmelaggio Ober-Hilbersheim - Bonavigo !!!!
Natürlich möchte ich es nicht vergessen, unserem Team eine gute Nacht zu wünschen, morgen eine gute Fahrt und weiter so Jungs, wir alle und ganz Ober-Hilbersheim sind mächtig stolz auf Euch!
 
Liebe Grüße
Eure Lokalredaktion Bonavigo
Sekretär Stephan Bohland
   


buon giorno bella Italia
 
Für alle die nicht so gut oder überhaupt kein Italienisch sprechen: "Buon giorno" verwendet man als Begrüßung bis zur Mittagszeit, also 12 Uhr, danach sagt man "buona sera".
Und dass unsere Jungs heute "Buon giorno" sagen konnten, als sie nach Italien einreisten, liegt einfach an der Tatsache, dass sie es geschafft haben, noch vor der Mittagszeit die Höhe des Timmersjoch zu erreichen. Auf dem Gipfel des Timmelsjoch verläuft die Landesgrenze zwischen Österreich und Italien.
Um 8.30 Uhr sind beide in Zwieselstein losgeradelt und erreichten das Timmersjoch einschließlich Pausen um 10.30 Uhr. Reine Fahrzeit war 1 Std. 36 Minuten. Zwieselstein liegt auf einer Höhe von 1.400 m, das Timmersjoch schreibt 2.500 Meter, also 1.100 zu erradelnde Höhenmeter auf einer Länge von 18 Kilometern und das in einer Zeit von 1 Stunde und 36 Minuten. Dazu kommt, dass es zwischendurch noch mal 200 m runter ging und somit 1.300 Höhenmeter zu bewältigen waren und dies in dieser Spitzenzeit !!! Eigentlich unglaublich und ein Grund zur Freude, doch freuen wir uns nicht zu früh, denn die Dopingproben sind noch nicht ausgewertet !!!!! Konrad wäre gerade noch mit den beiden Probegläschen im Mobillabor und würde die nötigen Analysen durchführen. Würde mich nicht wundern, wenn da etwas raus käme, denn solch eine Leistung kann man eigentlich nur gedopt bringen.
Aber ich vertraue da auch unseren beiden Betreuern, die unsere Jungs bestens im Griff haben und sicherlich keine unlauteren Mittel zulassen würden. Von daher freuen wir uns einfach über diese Spitzenleistung.
Am Timmersjoch angekommen, hat die gesamt Mannschaft erst mal eine Rast eingelegt und etwas relaxt. Konrad und Karl-Heinz Zacher, die ja beide vor der Tour im Bäderhaus Bad Kreuznach noch einen Massagekurs belegt hatten, mussten ihr bestes geben, um die Oberschenkel der Radler wieder weich zu bekommen ! Aber wie ich gehört habe, wäre es dennoch gelungen...
Nach der Pause ging es dann von 2.500 Höhenmetern den Pass runter nach St.Leonhard auf einer Höhe von 500 Metern. Somit sind unsere Radler 2.000 Meter abgefahren und dies in insgesamt 173 !!!!!!! Serpentinen. In St.Leonhard hatte sich die Gruppe dann wieder einmal getroffen. Dann ging’s weiter nach Tramin, dem Geburtsort von unserem lieben Freund Valentino Werth aus Bonavigo. Dort haben sie dann sogar noch einen Wein getrunken vom Weingut Hofstetter, indem Valentino geboren wurde. Dies wird sicherlich unseren Freund freuen, wenn er hiervon erfährt.
Danach erfolgte die Weiterfahrt nach Kaltern, wo unser Team auch heute übernachtet. Sie nächtigen in der Pension Rebenheim.
Ankunft war 16 Uhr. Nach der Ankunft wurden beide wieder zum duschen geschickt, weil unterwegs das Deo nicht mehr mit kam. Das Abendessen fand im Prentlhof statt. Sie saßen dort unter einem Cagibaum mit wunderschönen Blick auf das Etschtal /Valle di Adige.
Insgesamt sind unsere Jungs 125 Km heute geradelt und hatten wunderschönes Wetter, ca. 34 - 35 Grad. Morgen geht's dann zur letzten Etappe nach Bonavigo. Habe heute mit unseren Freunden in Bonavigo telefoniert und die Ankunft um 17.00 Uhr angekündigt. Wird sicherlich ein wunderschönes und unvergessliches Fest morgen in unserer geliebten italienischen "Zweitheimat" !!!!!
Als Fazit des heutigen Tages kann ich von dem Team übermitteln, dass es wieder einmal ein wunderschöner Tag war. Im übrigen wären alle Tage sehr schön gewesen und man könnte eigentlich nicht sagen, welcher Tag der schönste war. Jeder Tag hätte seine Besonderheiten gehabt und wäre ein unvergessliches Ereignis geworden im Leben unserer Teammitglieder.
Da es morgen noch heißer werden soll, möchten Karl-Heinz und Ralf bereits um kurz vor 6.00 Uhr aufbrechen. Jetzt liegt die letzte Etappe mit 175 km vor unserem Team und bereits heute können wir festhalten, dass es insgesamt ein unvergessliches Erlebnis für unsere wunderschöne Gemellaggio ist. Übrigens ist es auch für uns daheim gebliebenen ein tolles Spektakel die Beiden aus der Ferne gedanklich zu begleiten.
So wünschen wir dem Team jetzt eine gute Nacht, schlaft noch mal gut und "auf geht's" (wie man auch so schön im Mainzer Bruchwegstadion sagt) zur letzten Etappe !!!!!!!!!!!
Euch allen auch eine gute Nacht und bis Morgen !
 
Liebe Grüße
Stephan


Liebe Bonavigofreunde/innen,
 
arrivato / angekommen
 
Ich kann Euch die „frohe Botschaft“ übermitteln, dass unser Team heute Nachmittag pünktlich – wie geplant – um 17.00 Uhr in Bonavigo angekommen ist.
Unter dem Beifall zahlreich erschienener Bürger/innen aus unserer Partnergemeinde wurde unser Team von Albino, Lorella und Jugendvertretern herzlichst begrüßt. Und natürlich war die Freude unbeschreiblich groß mal eine „Fahrradgruppe“ aus Ober-Hilbersheim begrüßen zu dürften.
Ein Novum in der deutsch-italienischen Partnerschaftsgeschichte von Ober-Hilbersheim !
Hierzu erst mal von uns allen unsere herzlichsten Glückwünsche an das Super-Team. Und ebenfalls herzlichen Dank für die damit verbundenen Erlebnisse und Freuden, die wir dadurch hatten.
Da es heute sehr heiß in Italien war (37 Grad !!!), schwangen sich Karl-Heinz und Ralf bereits um 5.20 Uhr auf’s Radl, um auch die letzte Etappe zu vollziehen. Karl-Heinz Zacher und Konrad hatten im Hotel noch alles klar gemacht und sind so gegen 7.30 Uhr losgefahren. Die Reiseroute führte sie zunächst in die Nähe des Gardasees, wo sich die Gruppe dann nach ca. 80 KM, um 9.15 Uhr, zu einer Pause getroffen hatte. Da die beiden um 5.20 Uhr noch kein Frühstück im Hotel bekamen, wurden sie dort von unseren beiden „Feen“ bestens versorgt. In dessen Anschluss ging’s dann über Verona zunächst nach Isola della Scala, ein Nachbarort von Bonavigo. Dort kam man so zur Mittagszeit an. So konnte man jedoch der glühenden Hitze etwas entgehen und noch etwas Ruhe und Kraft für die bevorstehenden Feierlichkeiten in Bonavigo tanken.
Aber dies hat unseren Turboradlern auch mal gut getan, denn wir alle müssen uns noch mal vor Augen halten, dass die beiden bereits seit Freitagmorgen auf dem Drahtesel saßen und Tag für Tag gestrampelt sind. Insgesamt sind die beiden 1020 Kilometer gestrampelt und haben dabei 7.125 Höhenmeter überwunden. Hierfür mussten 3 Platten geflickt und die Bremsklötze erneuert werden.
Von daher unsere größte Hochachtung!
Um kurz vor 17.00 Uhr machte man sich dann auf die letzten Kilometer zum Ziel der Giro di Bonavigo.
Was unser Team dann dort erlebte ist eigentlich unbeschreiblich und selbst ich hatte hierfür keine Worte mehr. Wie bereits eingangs geschildert, warteten zahlreiche Bürger/innen aus Bonavigo auf dem Platz neben der Kirche, um das Quartett in die Arme nehmen zu können. Eine Bande war über die Strasse gezogen und die beiden Radler mussten dieses durchfahren. Sodann eine Begrüßung in typisch italienischer Manier, 1000 Küsse und Umarmungen, verbunden mit einer herzlichen Freude.
Wer jetzt dachte das Programm neige sich dem Ende, der hatte sich reichlich getäuscht. Denn...
plötzlich fuhren Herbert Harreus und Klaus Doll mit der Deutschlandfahne und der Italienfahne auf dem Fahrrad in Bonavigo ein. Wolf Spiekermann war ebenfalls noch dabei, allerdings ohne Radl.
Die Augen unseres Teams hätte ich gerne mal gesehen, denn weder hier in Ober-Hilbersheim, noch in Bonavigo wusste jemand etwas von dieser Überraschung. Selbst ich wusste hiervon nichts und war am Telefon einfach nur „platt“!
Das Festa di Giro di Bonavigo nahm sodann seinen Lauf und wird derzeit sicherlich noch anhalten... Freuen wir uns mit Ihnen und gönnen wir Ihnen jetzt noch ein paar schöne gesellige und erholsame Tage und Stunden in Bonavigo! Die beiden Radler werden die Erholung sicherlich gebrauchen können.
Insgesamt kann unser Team auf 6 fantastische Tage zurückblicken mit unzähligen und unbeschreiblichen Erinnerungen, die sicherlich nach lange nachklingen werden !!!!! Und – Gott sei Dank !!!!!! – sind auch alle gesund und heil in Bonavigo angekommen, denn ehrlich gesagt, war diese Expedition nicht ganz ungefährlich.
Bis Freitag wollen sie noch in Bonavigo bleiben, um dann am Freitagmorgen die Heimreise anzutreten. Nach Rücksprache mit Karl-Heinz Zacher wird das Team am Freitagabend so um 20.00 Uhr Ober-Hilbersheim erreichen.
Selbstverständlich haben auch wir einen entsprechend würdigen Empfang des Superteams vorbereitet!!!
Aus diesem Grunde möchte ich Euch im Namen des gesamten Vorstandes herzlichst einladen, aber auch bitten, durch Eure Anwesenheit dem Team die entsprechende Anerkennung und den nötigen Respekt zu dokumentieren.
6 Tage sind sie für unsere Gemellaggio gestrampelt und dies verdient all unsere Achtung !!!!
Wir möchten uns deshalb ab 19.30 Uhr am kommenden Freitag, 22.06.2007, am Dorfmittelpunkt treffen und unser Team herzlichst begrüßen.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt!
Allerdings wird dies eine Überraschung für das Team werden. Sollte jemand aus irgendwelchen Gründen telefonisch mit dem Team in Kontakt treten, bitte keinerlei Anmerkungen machen. Auch wir möchten gerne einmal unserem Team eine Freude machen !
So, das waren jetzt die letzten Berichte von der Giro di Bonavigo. Für mich wird es daher auch Zeit, Euch „arrivederci“ als Tour-Redakteur zu sagen. Ich hoffe, es haben Euch die täglichen Tourberichte etwas gefallen und hoffentlich nicht gelangweilt.
Ich persönlich fand es schön, auf diese Art und über diesen Zeitraum mit Euch allen und dem Team in der Ferne verbunden gewesen zu sein. Auch dies ist ein Novum in unserer Partnerschaftsgeschichte !!!! Kann mir aber gut vorstellen, dass es in unserem einfallsreichen und aktiven Freundschaftskreis nicht die letzte außergewöhnliche Aktivität gewesen ist. Von daher bin ich bereits jetzt schon gespannt, was sich der eine oder andere in den kommenden Jahren noch einfallen lässt...
 In diesem Sinne schließe ich jetzt die Reaktion „Giro di Bonavigo“

„tanti saluti“ und herzliche Grüße, es war wirklich sehr schön mit Euch!
Stephan Bohland

>> zum Artikel über die Tour in der L'Arena

 

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