28. September 2012 Bericht der Jugendvertreterin Caro Hans

Abfahrt  5.16 Uhr: Mit 36 Personen  sind wir in aller Frühe in Richtung Italien gefahren. Trotz der  geringen Personenanzahl im Bus war das Gepäckfach ordentlich voll mit Koffern, Gastgeschenken  und  Verpflegung.

Um ca. 9.30 Uhr hatten wir unsere erste Pause in der Raststätte “Lonetal“ eingelegt. Zurück im Bus schauten wir “Kokowääh“ von Til Schweiger.

Mit einem herrlichen Ausblick über den Blindsee und auf die Zugspitze hatten wir unseren zweiten Zwischenstopp eingelegt. Gegen 12 setzten wir die Fahrt Richtung Innsbruck fort. Die Temperatur war etwas kühler als in Deutschland, die Sonne schien und wir hofften in Italien mehr vom schönen Wetter zu bekommen!

Gegen 14.45. hielten wir für die Mittagspause etwas oberhalb von Bozen, telefonisch erhielten wir die Rückmeldung, dass auch unsre Autofahrer mittlerweile in Italien eingetroffen waren.

Gegen 17.30 Uhr trafen wir dann in Bonavigo ein und wurden wie immer herzlich empfangen. Der erste Abend konnte frei gestaltet werden, der Großteil nutzte die Gelegenheit, um in der Gemeindehalle das Wochenende gemeinsam anzustimmen.

Am nächsten Morgen (Samstag) starteten wir um 9.49 los in Richtung Grezzana zu Redoro, dem größten Olivenölproduzenten Italiens. Das Wetter war warm, doch der Himmel blieb leider bewölkt. Während die Temperaturanzeige auf 20°C kletterte, besichtigten wir die Produktionshalle der Firma. Hier wurde uns erklärt was von der Ernte bis zum fertigen Produkt alles passieren muss. Z.B. dürfen von der Ernte bis zur Verarbeitung nicht mehr als 24 Stunden vergehen. Die Sorte, das Erntedatum sowie das Gewicht werden von einem Computer registriert, dies ermöglicht später das Öl in Qualitätsabstufungen zu unterteilen. Die Oliven werden im Ganzen (mit Stein) verarbeitet, für die Bezeichnung “extra vergine“ muss eine Durchschnittstemperatur von 12,8°C herrschen. Im Keller konnten wir die Lagertanks begutachten, hier lagert das Öl bis zur Abfüllung. Genau wie bei der Weinabfüllung funktionieren der Verschluss sowie das Etikettieren am Fließband. Nach der Speisung der Augen wurde dann auch der Magen verwöhnt. Im hauseigenen Kontor wurde mit zahlreichen Leckereien auf uns gewartet. Es gab natürlich Oliven und Öle aber auch Canapées, Thunfisch, Pesti, Artischocken, Kuchen und selbstverständlich Vino. Den Umsatz haben wir auf Grund großen Interesses kräftig gesteigert. Was einige nicht wussten - nach der Verköstigung wartete erst das eigentliche Essen auf uns. Im Festraum des Unternehmens gab es belegte Brötchen und abermals Vino. Um 15.00 Uhr setzte sich der Bus dann erneut in Bewegung...

In Bonavigo angekommen hatte jeder noch ein wenig Zeit sich auszuruhen, bevor es gegen 19.00 Uhr zum Galaabend ging. In der Turnhalle Bonavigos warteten eine große Bühne und schön dekorierte Tische auf uns. Für uns Deutsche völlig ungewohnt gab es nebst Parmesan, Schinken und diversem Fingerfood auch Chips und Erdnüsse auf dem Vorspeisen-Buffet. Zur Einstimmung gab es einige Tänze. Der Kindergarten und die Dorfjugend beteiligten sich hierbei allesamt.  Zum Hauptgang gab es Risotto und zwei Fleischgerichte. Nach dem Essen wurden zahlreiche Reden gehalten und noch viel zahlreichere Geschenke überreicht. Einige Frauen aus Bonavigo hatten sich sehr viel Mühe gemacht und Beutel selbst genäht und bestickt. Am Ende der offiziellen Reden wurde eine riesige Obsttorte von beiden Bürgermeistern angeschnitten, dabei verkleckerten die beiden Ihre Jacketts mit Sahne, was für ordentliches Gelächter sorgte. Der Abend war aller Meinung nach gelungen.

Am nächsten Morgen (Sonntag) feierten wir um 10.30 Uhr gemeinsam Gottesdienst.  Choralgesänge und Andachten waren in italienischer Sprache, kleine Ansprachen und das „Vater Unser“ wurden auch auf Deutsch gehalten. Und wir hielten auch Fürbitten. Ein schönes Erlebnis und ein guter Eindruck der italienischen Kultur. Anschließend gingen einige Mitglieder auf den Friedhof, um dort bereits verstorbenen Vereinsmitgliedern Blumen aufs Grab zu legen.

Um 13.00 Uhr wurde in Orti zu Mittag gegessen. Danach machte sich der Bus auf den Weg zur Villa del Vo. Hier wurde uns die Bestellung der Reisfelder erklärt. Anschließend sind wir auf Feldwegen nach Pila Veccia gefahren. Hier konnten wir die traditionellen Gerätschaften zur Reisverarbeitung betrachten und Reislikör probieren. Als wir uns in Richtung Isola della Scala machten, war es schon dunkel und ein echtes Abendteuer über die Feldwege zur Hauptstraße zu gelangen. Auf dem Festa del Riso wartete ein Festzelt der Superlative auf uns. Darin zahlreiche Stände die verschiedenste Risotto Sorten anboten. Leider hatten wir nach dem Essen kaum noch Zeit uns das ganze Gelände anzugucken, da wir recht früh wieder zurückkehren mussten und relativ spät erst auf dem Fest ankamen.  Auf der Heimfahrt wurde zum Abschluss noch mal ordentlich gesungen mit „ eisgekühlter Bommerlunder“ kamen unsere italienischen Freunde in den Genuss deutscher Partykultur.

Um 8.00 Uhr am Montag versammelten wir uns in alter Frische auf dem Dorfplatz. Bevor wir allerdings die Heimreise antraten, konnten wir es uns nicht nehmen lassen, ein Geburtstagsständchen für Karl-Heinz zu singen.  Nachdem sich alle wieder sehr herzlich verabschiedeten, fuhr der Bus nach einem herrlichen Wochenende zurück nach Ober-Hilbersheim.

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